Maßnahmen für den Jugendschutz

Mit zunehmender Verbreitung des Glücksspiels sowie der Erschließung neuer Zugangswege (z.B. über das Internet) erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein signifikanter Anteil von Minderjährigen trotz gesetzlicher Verbote am Glücksspiel teilnimmt. Bezogen auf Deutschland weist die Mehrheit aller Jugendlichen Erfahrungen mit kommerziellen oder selbstorganisierten Formen des Glücksspiels auf (vgl. Hayer 2014). Auch beimBundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) finden Menschen mit Glücksspielproblemen Hilfsangebote zum Beispiel in Form einer kostenlose Suchthotline. Die Seite -dein-spiel.de des BIÖG bietet Betroffenen, Angehörigen und Interessierten Informationen rund um das Thema Glücksspiel und Glücksspielsucht.

Bei Jugendlichen ein Bußgeld in https://salzburg2016.at/ Höhe von 2.000 Euro die Konsequenz. Sonstige Personen können bei Kindern mit 500 Euro und bei Jugendlichen mit einem Bußgeld von 300 Euro belangt werden. Dies gilt jedoch nur, wenn keine Ausnahme gemäß Jugendschutzgesetz zum Glücksspiel (§ 6 JuSchG) vorliegt. Spielhallen sind Einrichtungen, die speziell für das Aufstellen und Betreiben von Glücksspielautomaten konzipiert sind. Sie unterliegen strengen gesetzlichen Regelungen, um den Jugendschutz zu gewährleisten.

Jugendschutzgesetz zum Glücksspiel missachtet?

Das Thema Glücksspiele kann sowohl dezidiert Inhalt einer suchtpräventiven Maßnahme als auch ein Teilaspekt übergeordneter Themen (Sucht, Medien) sein. Hierbei sollten im Sinne eines universellen Suchtpräventionsansatzes breite Teile der Bevölkerung angesprochen werden. Lehrkräfte beispielsweise schätzen den Umgang der Schülerschaft mit Glücksspielen als problematisch und zugleich deren Informiertheit über die Gefahren als eher gering ein (Baumgärtner 2009). Sollten diese Spielerschutzmaßnahmen auf der Webseite von Online-Glücksspielen nicht korrekt umgesetzt sein, handelt es sich höchstwahrscheinlich um unerlaubtes Glücksspiel. Einen Überblick darüber, wie Sie dieses außerdem erkennen können und welche Konsequenzen das Spielen bei illegalen Glücksspielanbietern hat, finden Sie in unserem FAQ Bereich zu illegalem Glücksspiel.

Wissenswertes und praktische Ansätze zum Thema Glücksspielsuchtprävention für pädagogische Fachkräfte aus Schule, Jugendarbeit und Jugendhilfe. Natürlich können und sollen auch Angebote direkt an Jugendliche adressiert sein. Beispiele hierfür sind das interaktive Browsergame “Spielfieber” () oder die jugendgerechten Web-Seiten -dein-spiel.de der BZgA und -spiel.de der Berliner Fachstelle Suchtprävention. Zugleich besteht gerade im Jugendalter die Gefahr, zumindest zeitweise die Kontrolle über das Spielverhalten zu verlieren und glücksspielbezogene Probleme unterschiedlicher (d.h. finanzieller oder psychosozialer) Art zu entwickeln.

Ebenso sollte ein besonderes Augenmerk auf “Glücksspielen” ohne Geldeinsatz, z.B. Pokern auf Übungsseiten oder in sozialen Netzwerken, kostenfreie virtuelle Casinos und Glücksspiele im Rahmen von Computerspielen gelegt werden. Hierbei werden Kinder und Jugendliche auf Glücksspiele neugierig gemacht und teils auch systematisch herangeführt. Zudem muss der Anbieter einen pädagogisch qualifizierten und geeigneten Sozialkonzept- und Spielerschutzbeauftragten benennen, der regelmäßig an Schulungen und Fortbildungen teilnehmen muss. Die GGL hat 2023 eigene Marker im Zusammenhang mit erhöhten Einzahlungslimits definiert – verbindliche, standardisierte Kriterien zur Früherkennung von problematischem Spielverhalten.

  • Um auch bei einer Erhöhung den Spielerschutz zu gewährleisten entwickelte die GGL die sogenannte Markers of Harm, die eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme darstellen.
  • Sonstige Personen können bei Kindern mit 500 Euro und bei Jugendlichen mit einem Bußgeld von 300 Euro belangt werden.
  • Diese Gesetze sollen verhindern, dass Minderjährige frühzeitig in Kontakt mit Glücksspielen kommen und somit einem erhöhten Suchtrisiko ausgesetzt sind.
  • Sie werden durch die GGL regelmäßig und anlassbezogen auf deren Einhaltung überprüft.

Spielerschutz: Gesetze, Nutzen & Maßnahmen

Hierzu haben sie sogenannte Sozialkonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Darin ist darzulegen, mit welchen Maßnahmen den sozialschädlichen Auswirkungen des Glücksspiels vorgebeugt werden soll. Die Sozialkonzepte sind differenziert auf die verschiedenen Glücksspielformen abzustimmen.

Wenn sich Gewerbetreibende oder sonstige Personen nicht an das Jugendschutzgesetz in puncto Glücksspiel halten, können hohe Bußgelder die Konsequenz sein. Diese sollen bereits im Vorfeld eine abschreckende Wirkung auf die Betreiber von Spielhallen haben, damit diese sich mehr dafür einsetzen, dass das Gesetz auch eingehalten wird. Einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge hat sich im Jahr 2013 jeder fünfte Jugendliche unter 18 Jahren an Glücksspielen versucht, obwohl das Jugendschutzgesetz gerade bei Glücksspiel harte Sanktionen vorsieht.

Das Jugendschutzgesetz legt fest, dass Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Glücksspiel und Spielhallen haben dürfen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Altersbeschränkungen und Vorschriften gelten, um junge Menschen vor den Gefahren des Glücksspiels zu schützen und ihre Sicherheit zu gewährleisten. Mit diesem Verbot, Wettschein- und Instantspiele an Personen unter 18 Jahren zu verkaufen, setzen wir einen wichtigen proaktiven Schritt.

Die Limitdatei ermöglicht die Einhaltung des durch einen Spielenden selbst festgelegten anbieterübergreifenden Einzahlungslimits. Die Aktivitätsdatei ermöglicht die Verhinderung des parallelen Spiels bei mehreren Glücksspielanbietern im Internet. Übertragungen von Geld oder Spielpunkten zwischen zwei Spielkonten sind unzulässig. Der Anbieter darf von Spielenden gezahlte Beträge nicht für andere Zwecke verwenden, sondern muss sie sofort dem Spielkonto gutschreiben. Auszahlungen können jederzeit von Spielenden angefordert werden und müssen unverzüglich vom Spielkonto abgezogen werden.

Die Spielerschutzmaßnahmen des GlüStV 2021 bestehen zum einen aus Vorgaben an Anbieter für den Erhalt einer Erlaubnis und zum anderen aus gestärkten Aufsichtsmöglichkeiten für die Überwachung der Regeln. Neben den allgemeinen Vorgaben, die im Folgenden vorgestellt werden, schreibt der GlüStV 2021 außerdem konkrete Spielerschutzmaßnahmen für die einzelnen Glücksspielarten vor. Ein wesentliches Ziel ist es, das Glücksspielbedürfnis der VerbraucherInnen in legale und beaufsichtigte Bahnen zu lenken und die bestehende Suchtgefahr insbesondere durch Präventionsmaßnahmen einzudämmen. So wie in öffentlichen Spielhallen gibt es in Deutschland Gesetze und Regelungen zu den Spielerschutzmaßnahmen bei Glücksspielen im Internet. Die zentrale Aufgabe der staatlichen Aufsicht und Kontrolle über legale Glücksspielangebote im Internet haben die Bundesländer der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) übertragen. Erlauben Gewerbetreibende Kindern oder Jugendlichen die Teilnahme an Spielen, bei denen die Möglichkeit eines Gewinns besteht, so ist bei Kindern ein Bußgeld von 3.000 Euro bzw.

In der Regel werden Glücksspieler nach klinischen Kriterien (z.B. DSM-IV oder ICD-10) bei der Erfüllung einer gewissen Anzahl zutreffender Aussagen als problematisch oder als pathologische Glücksspieler klassifiziert. Laut der PAGE-Studie erfüllen 1,5% der 14- bis 17-Jährigen die Kriterien für pathologisches Glücksspielen, und 1,1% erfüllen diese für problematisches Glücksspielen (Meyer et al. 2011). Diese Werte übersteigen die von problematischem und pathologischem Glücksspiel betroffenen Erwachsenen deutlich.

Das Konzept wird durch die GGL überprüft und die Umsetzung kontrolliert. Wenn kein Guthaben mehr auf dem Spielkonto ist, kann nicht weitergespielt werden (Kreditverbot). Dem Glücksspielanbieter ist es untersagt, auch über Dritte, ein Darlehen zu gewähren.

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